. . . früher auf dem Lande.

Wir begleiten unsere Vorfahren durch ein Bauernjahr.

Nach Aufzeichnungen des Westf. Heimatbundes zum weitergeben an unsere Kinder.

                                                                      Teil 2                                                          zusammengetragen von Willi Kerksiek

 


   Der Stolz eines jeden Landmannes:   Die gerade Furche

Alle  Arbeitsgeräte und Werkzeuge mußten in den Scheunen und Ställen schon in den Wintermonaten repariert, gereinigt und geölt werden. Im Wald wurde Brennholz geschlagen, die Wallhecken wurden gelichtet und Buschen gebunden; der Stalldünger wurde ausgefahren.

Im  Märzen  . . .
                .... der Bauer die Rosse anspannt."

Ein altes Kinderlied, gibt uns Auskunft über das Leben auf dem Lande, denn dann begann die eigentliche Feldarbeit.


     Opa Gustav Funke mit dem Kuh-Gespann


Sauber gepflegt, der Mühlbach mit Kopfweiden
Die Bäume im Obstgarten mußten ausgelichtet, im Garten die Beete abgeräumt, der Komposthaufen umgesetzt und der Stalldünger ausgebreitet werden. Bei gutem Wetter wurde in den ersten Märztagen der Sommerweizen ausgesät. Die Wassergräben wurden gereinigt und die Einfriedungspfähle und Drähte um Wiesen und Weiden erneuert.
 


Bäuerin mit Mägde und Gesinde

Der Gemüsegarten wurde von den Mägden umgegraben und die Bäuerin säte Spinat, Erbsen und Puffbohnen. In den Mistbeeten wurden Blumenkohl, Weiß- und Rotkohl, Wirsing, Kohlrabi, Salat und Sellerie vorgezogen.
Bei schlechter Witterung wurde schon ab Januar fast täglich mit dem Göbel und Spitzdrescher Korn gemahlen, das dann von Hand durch die Wannemühle gedreht wurde.
Daneben war natürlich das Melken, Kochen, Putzen, Backen und Spülen die tägliche Hausarbeit

.... da war doch was auf dem Hühnerhof !?!?

Fotos mit freundlicher  Überlassung:
der Familien Hollmann und Erfling

 

Fortsetzung folgt, 
wir wollen unsere Vorfahren weiter durch ein Bauernjahr begleiten.

 Nächste Ausgabe April 2003
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